Werner Beck auf Tour

Werner Beck auf Tour

Dass Reisen unter extremen Bedingungen für Diabetiker kein Hindernis darstellen müssen, beweist der moderne Nomade Werner Beck eindrucksvoll. Nach seiner Diagnose Diabetes mellitus 1 krempelte er sein Leben um, stieg aus seinem gut bezahlten Job aus und hat seither 110 Länder in aller Welt bereist. Für ihn steht fest: „Menschen mit Diabetes können genauso reisen wie Menschen ohne Diabetes – nur mit mehr Aufwand.“ Zu den wichtigsten Gepäckstücken auf seinen Touren rund um die Welt gehören für Beck sein Blutzuckermessgerät und seine Insulinpumpe. Besonders wichtig ist für ihn die Zuverlässigkeit des Blutzuckermessgeräts, wie es das CONTOUR® NEXT LINK bietet, das bei kinderleichter Bedienung mit sieben separaten Messimpulsen innerhalb von Sekunden genaue Messwerte liefert.

Extreme Hitze und überwältigende Kälte

Bei extremer Hitze schützt Beck sein Insulin mit einer speziellen Kühltasche. Viel gefährlicher ist jedoch große Kälte, da gefrorenes Insulin unbrauchbar wird. Dazu berichtet er: „Das war mein größtes Problem während meiner Zeit am Baikalsee, wo ich ein Jahr in einer Filzjurte, einem mongolischen Nomadenzelt, lebte. Der einzige langfristige Schutz gegen –45 °C war das Versenken des Insulins an einer Leine etwa fünf Meter unter das rund einen Meter dicke Eis des Sees. Dort schützte das Wasser das Insulin während des langen Winters vor dem Einfrieren. In ‚normalen‘ Situationen trage ich es zum Schutz vor extremer Kälte allerdings direkt am Körper.“

Extreme Hitze und überwältigende Kälte

Die Vorbereitung auf große Touren

Werner Beck legt bei seinen Reisevorbereitungen großen Wert auf detaillierte Informationen über die Reiseregion. Er stellt sich bereits im Voraus auf die besonderen Herausforderungen für Diabetiker im Reiseland ein. Besonders bei großen körperlichen Anstrengungen und in extremen Klimazonen, wie den Subtropen oder dem Himalaya, ist die Vorbereitung entsprechend aufwendig. Er nimmt grundsätzlich immer ein Drittel mehr Verpflegung mit, als es die Dauer einer Tour eigentlich erforderlich macht. „Genauso sorgfältig recherchiere ich das Nahrungsmittelangebot und die Essgewohnheiten in der jeweiligen Region. In den meisten Ländern dieser Erde ist die BE-Beschaffung kein Problem. Doch auf einer Tour durch die Mongolei hatte ich Probleme, an BE heranzukommen, da die Nomaden sich hauptsächlich von Fleisch und anderen tierischen Produkten ernähren. Auf dieser Reise bestand ein großer Teil meines Rucksackinhalts aus Keksen.“

Interessanterweise hat Beck seinen HbA1c-Wert am besten auf Reisen durch exotische Regionen mit einem knappen Lebensmittelangebot unter Kontrolle. Nach einer zweijährigen Reise durch Afrika kam er mit einem HbA1c-Wert von 5,9 % nach Hause. Werner Beck zeigt uns, wie sich Diabetes und Reisen miteinander vereinbaren lassen – und dies unter gleichermaßen spannenden wie gesunden Bedingungen!

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