Insulin Therapien

Insulinangaben eines Gesunden


  • Kontinuierliche Abgabe zur Aufrecht­erhaltung des Grund­stoff­wechsels
  • Rasch-Insulin zu den Mahlzeiten
  • Mahlzeiten
  • Weniger Insulin bei körperlicher Aktivität

Auch zwischen den Mahlzeiten und in der Nacht benötigt der Körper Insulin, damit Stoffwechselvorgänge im Lot bleiben.

Insulin Therapien Diagramm Klicken Sie auf die Grafik
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INTENSIVIERTE KONVENTIONELLE INSULINTHERAPIE (ICT)

Schnellwirkendes Insulinanalog + NPH Verzögerungsinsulin

Unter intensivierter konventioneller Insulintherapie versteht man die mehrmalige Gabe von schnellwirkendem Normal- oder Analoginsulin unmittelbar vor den Haupt- und größeren Zwischenmahlzeiten. Zur Grundversorgung wird ein- bis viermal zusätzlich NPH Verzögerungsinsulin oder langwirkendes Analoginsulin gespritzt (s. verschiedene Grafiken).

  • Geeignet für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
  • Mehrmals am Tag durchzuführende Blutzuckermessung
  • Berechnung der aufgenommenen Kohlenhydrate (BE/KE)
  • Insulindosisanpassung mit hohem Maß an Eigenverantwortung
  • Geringe Einschränkung in der Lebensführung
  • Keine Vorgaben zu Essenszeiten und Mahlzeitenzusammensetzung
  • 5- bis 6-mal täglich Insulin spritzen

Zum Zeitpunkt der Mahlzeit steigt der Insulinbedarf. Daher ist es wichtig, kurz vorher schnellwirkendes Analoginsulin zu spritzen.

Normalinsulin + NPH Verzögerungsinsulin


Schnellwirkendes Insulinanalog +Langwirkendes Analoginsulin


Normalinsulin + Langwirkendes Analoginsulin

KONVENTIONELLE INSULINTHERAPIE (CT)

Schnellwirkendes Analoginsulin + NPH Verzögerunginsulin

Unter konventioneller Insulintherapie versteht man die zweimalige Gabe (morgens & abends) eines Mischinsulins. Mischinsuline beinhalten einen bestimmten Anteil Normalinsulin oder schnellwirkendes Analoginsulin und NPH Verzögerungsinsulin (s. Grafiken).

  • Morgens und abends Gabe einer festen Insulinmischung, z.B. 30% Normalinsulin
  • Oder schnellwirkendes Analoginsulin und 70% NPH Verzögerungsinsulin
  • Feste BE-/KE-Mengen zu vorgegebenen Uhrzeiten
  • Mahlzeiten richten sich nach der Insulinwirkung

Die Behandlung eignet sich für Menschen mit Diabetes, die

  • einen geregelten Tagesablauf haben
  • keine Insulindosisanpassung durchführen möchten

Normalinsulin + NPH Verzögerunginsulin (s. Grafiken)


CONTINUIERLICHE SUBKUTANE INSULIN INFUSION (CSII)

Schnellwirkendes Analoginsulin

Insulinpumpen sind kleine Infusionsgeräte, die am Körper getragen werden und die über einen Katheter und einer unter der Haut liegenden Nadel dem Körper rund um die Uhr Insulin zuführen. Die Insulinpumpen werden ausschließlich mit Normalinsulin oder schnellem Insulinanaloga beschickt und geben gleichmäßig eine vorprogrammierte Insulinmenge (Basalrate) ab. Jeweils zu den Mahlzeiten wird durch Betätigung von Knöpfen eine zusätzliche Insulinmenge (Bolus) abgegeben (s. Grafiken).


Für wen ist CSII geeignet:

  • Typ-1-Diabetiker mit erhöhtem Insulinbedarf in den frühen Morgenstunden (Dawn-Phänomen)
  • Diabetiker mit häufigen Hypoglykämien, besonders Nachts
  • Diabetiker, die trotz aufwendiger, sorgfältiger ICT weiter stark schwankende Blutzuckerwerte haben
  • Typ-1-Diabetiker mit unregelmäßigem Tagesablauf z.B. Schichtdienst
  • Diabetikerinnen mit Schwangerschaftswunsch, oder bereits Schwangere, wenn durch eine ICT die Therapieziele nicht erreicht werden können
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